| Ist es nicht seltsam? Da ist eine Sache ganz groß in Mode, viele Singles und noch mehr Paare tun es, es gibt geheime Tipps und Insider-Informationen, es gibt spezielle Werkzeuge,... aber kein Mensch spricht darüber. Warum eigentlich?
Gemeint ist die Schamhaar-Rasur. Total im Trend bei Schwulen, die eine bestimmte Wirkung beim eigenen Geschlecht erzielen wollen, meist beim eigenen Partner. Der Schwanz wirkt größer, der Sack glänzt und wirkt glatt und am Arsch wird es hygienischer,... und man(n) kann nach Herzenslust lecken, ohne ständig Haare zwischen den Zähnen zu haben,... Natürlich ist es nicht neu, sich die Schamhaare zu entfernen. Wir haben hier nur mit tausendjähriger Verspätung eine erotische (hygienische) Eigenart aus dem Morgenland übernommen. Neu daran ist nur der hohe Lustgewinn, den so viele Paare der "Prozedur" der Schamhaar-Rasur abgewinnen. Es wird bei einigen Paaren ins Vorspiels einbezogen...
Der Mensch ist das einzige Lebewesen, dessen Geschlechtsregion besonders behaart ist. Bei allen Tieren, sogar bei den Affen, ist die Umgebung der Geschlechtsteile kahl. Demnach ist unser Schamhaar nicht bloß ein Fell-Überbleibsel aus Urzeiten, sondern hat einen bestimmten Sinn. Hierbei gehen die Meinungen der Experten stark auseinander. Es gibt Zoologen, die behaupten, die Schamhaare sollen unsere edelsten Teile gegen Kälte und Hitze schützen. Andere Wissenschaftler meinen, dass die Schambehaarung die zarte Haut beim Gegeneinander-Reiben und -Stoßen beschützen soll. Ob das alles stimmt?
Die häufigste Ursache ist der Wunsch nach Lustgewinn. Zu langes, dichtes Schamhaar am Arsch kann dem Schwanz beim Eindringen einigen Widerstand entgegensetzen. Außerdem kann der Passive ggf. ein Reißen spüren - kein sehr angenehmes Gefühl. Wenn der Schwanz des Aktiven und der Arsch des Passiven rasiert sind, rutscht es gleich noch mal so gut - ein vollkommen anderes und schlüpfriges Gefühl.
Ebenso störend kann sich die Schambehaarung bei manueller Stimulation auswirken - z.B. beim Streicheln. Regelrecht lästig kann zu üppiges Schamhaar beim Lecken oder beim Blasen sein. Wer möchte sich schon ständig die Haare des Partners aus den Zähnen zupfen?
Der Schwanz wirkt um einiges länger, da ein relativ großer Teil vom Schamhaar bedeckt wird... dieser liegt nach der Rasur frei.
Die Intimrasur selbst erzeugt bei beiden Partnern die große Lust. Das Vergnügen des gegenseitigen Schnippelns mit einer Schere, das gegenseitige Einseifen der intimsten Stellen, das sanfte Kratzen mit der Klinge oder dem Messer. Danach das Abspülen mit warmem Wasser, das Einmassieren von Hautöl oder anderen Pflegemitteln - das ist Prickeln pur...
Wenn Ihr Euch einmal zur Intimenthaarung entschlossen habt, wird sich Euch die Frage nach dem "Wie" stellen. Hier gibt es bewährte Methoden, die allesamt ihre Wirkung zeigen.
Die Möglichkeiten:
Das Auszupfen
Wachs-Paste
Deplikatoren
Elektrische Epilation
Elektrische Rasur
Nass-Rasur
Die Pflege danach...
Das Auszupfen
Haar für Haar wird mit einer Pinzette ausgezupft. Diese Prozedur ist zeitraubend, aber dafür sehr nachhaltig, denn Haare, die mitsamt der Wurzel ausgezupft werden, wachsen meist nicht wieder nach. Der Haarwuchs hört dann allmählich auf. Diese Methode ist allerdings nicht an übermäßig empfindlichen Stellen zu empfehlen, wo das Auszupfen starke Schmerzen verursachen kann.
Wachs-Paste
Diese Methode kommt aus dem Orient und ist dort heute noch üblich. Die Paste wird warm aufgetragen und bald nach dem Erkalten wieder gelöst. Die meisten Haare bleiben in der erkalteten Masse kleben. Der Schmerz ist vergleichsweise stark, allerdings auch sehr schnell, da eine Menge Haare gleichzeitig ausgerissen werden.
Deplikatoren
So nennt man chemische Haarentferner. Sie werden wie eine Creme aufgetragen und sollen die Haarwurzeln zerstören. Sie können ein leichtes Brennen und Rötungen an der empfindlichen Haut verursachen, sind jedoch harmlos. Nachteil ist ihr unangenehmer Geruch. Ob eine Unverträglichkeit gegen diese chemische Keule vorliegt, sollte erst an einer kleinen und nicht gut sichtbaren Stelle (z. B. Ellenbogen oder Kniebeuge) durchgeführt werden.
Elektrische Epilation
Sollte immer nur von Experten ausgeführt werden - z. B. Ärzten oder Kosmetikern. Es gibt jedoch auch Schamhaar-Friseure, die diese für interessiere Kundschaft anbieten. Der elektrische Epilator ist ein Gerät, dessen Nadel durch einen winzigen Einstich einen schwachen elektrischen Impuls abgibt, welcher die Haarwurzel abtötet. Wie beim Auszupfen mit der Pinzette ist dieser Vorgang zeitraubend, aber meist sehr wirksam. Die Haare wachsen jedoch nie mehr nach.
Elektrische Rasur
Hier empfiehlt es sich, zuerst die längeren Haare mit der Schere möglichst kurz abzuschneiden. Dann erst kann das Ausrasieren mit dem Elektro-Shaver beginnen. Einige Menschen mögen das als angenehm empfinden, denn das vibrierende kleine Gerät übt eine gewisse Stimulation auf die Schamregion aus. Die Methode ist allerdings nicht sehr nachhaltig. Winzige Stoppeln können übrig bleiben und in wenigen Tagen oder Wochen ist die ganze Pracht wieder voll nachgewachsen.
Nass-Rasur
Hier müssen die längeren Haare erstmal mit der Schere gekappt werden. Dann wird der gesamte Schambereich ausgiebig mit Rasierschaum eingepinselt, welches fast immer starkes Wohlbehagen erzeugt. Nun wird entweder mit einem scharfen Rasiermesser oder einem gebräuchlichen Nassrasierer mit auswechselbarer Klinge gearbeitet. Die Hand darf dabei niemals zittern, auch wenn's bei diesem reizvollen Vorgang schwer fällt. Behutsam, mit wechselndem Druck, fährt die Klinge über die Haut und schabt die Stoppeln herunter. Wenn der Partner eine besonders ruhige und sanfte Hand hat, kann er die Klinge auch ganz nah an die empfindlichsten Körperstellen führen und sogar die tiefe Furche zwischen den Pobacken völlig ausrasieren. Hinterher wird mit dem Duschstrahl oder einem Waschlappen alles sorgfältig abgewaschen oder abgespült, bis der letzte Schaumrest entfernt ist.
Die Pflege danach...
Jeder Mann, der sich täglich rasiert, kennt das leichte Brennen oder Jucken der Gesichtshaut nach der Rasur. Die meisten Männer benutzen ein alkoholhaltiges Aftershave, um die Haut zu desinfizieren, zu pflegen und angenehm duften zu lassen. Manche Männer nehmen auch eine fetthaltige Creme, um die gereizten trockenen Hautporen nach der Rasur mit neuer Feuchtigkeit zu beleben. Auch bei der Schamhaar-Rasur ist die Pflege danach sehr wichtig. Der ausrasierte Schambereich, dessen zarte Haut auf eine scharfe Rasur mit Kribbeln, Brennen und Jucken reagieren kann, muss hinterher sofort sorgfältig gepflegt werden. Auf keinen Fall aber mit einem Herren-Aftershave! Zu empfehlen sind leichte Kosmetik-Cremes mit Fett- und Feuchtigkeits-Substanzen. Auch Hautöle sind geeignet. Das Öl oder die Creme sollte regelrecht in die Haut einmassiert werden und Gelegenheit haben, vollständig in die Poren einzuziehen
Problematisch sind nur die Pickel, die nach einer Enthaarung entstehen können. Sie werden durch schief nachwachsende Haare hervorgerufen und sind nur bei unregelmäßiger Pflege und nachlässiger Nachrasur zu erwarten. Also sollte auch in den Tagen nach der Rasur die Pflege regelmäßig fortgesetzt werden. Mit einer Pflegecreme, die dünn aufgetragen wird, lassen sich Jucken und Pickelbildung verhindern. Die kurzen nachwachsenden Haare sind besonders hart, "stoppelig" und unangenehm und müssen immer wieder, meist einmal pro Woche, abrasiert werden, wenn die Partner ihre "nackte" Scham auch weiterhin beibehalten möchten.
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